Fragen und Antworten

Hier finden sie Antworten zu den häufigsten Fragen die den Gemeinschaftstarif des LAVV betreffen.

Preissteigerung

Warum sind die Tarife für einige Relationen so stark gestiegen?

Der Verkehrsverbund hatte die Schwierigkeit, die einzelnen Tarife der Verkehrsunternehmen, die Stadt und den Landkreis Landshut mit unterschiedlichen Interessen und Gegebenheiten unter ein Verbundtarif zusammenzuführen.

Die Einteilung der Zonen hat das Ingenieurbüro gevas humberg & partner vorgenommen. Die Aufgabenstellung war, die bisherigen Haustarife im neuen Zonenplan abzubilden, damit es zu keinen wesentlichen Preiserhöhungen kommt und zudem die Verkehrsunternehmen keine Einbußen haben. Es waren weder Gemeinden beteiligt, noch fließen Zuschüsse von Gemeinden. Aufgrund der sehr großen Unterschiede zwischen den einzelnen Haustarifen musste ein Kompromisse erarbeitet werden, der jedoch nicht in jeder Kombination überprüft werden konnte

Für Relationen, für die sich die Tarif unverhältnismäßig stark erhöht haben wird nach Lösungen zur Verbesserung der Situation gesucht.

Ermäßigung für Senioren

Wieso ist der Seniorentarif weggefallen - den gibt es jetzt ja nur noch in Verbindung mit einem Monatsticket?

Momentan gibt es außer dem Seniorenmonatsticket nur noch das vergünstigte Kartensortiment im Sozialtarif für Bezieher von Wohngeld, d.h. von Rentenempfängern mit geringen Renten bis ca. 1.000 €.

Vor Einführung des Gemeinschaftstarifes gab es die Seniorenermäßigung bei Einzelfahrscheinen nur bei einigen Unternehmern im Landkreis. Im Stadtbusbereich war dieses Tarifsortiment ebenfalls nicht vorhanden, da hier vorrangig ein Monatsticket nachgefragt wurde. Dieses wurde bereits im Juni 2006 erfolgreich eingeführt. Im Rahmen des Gemeinschaftstarifes wurden hier die Regelungen der Stadtwerke übernommen. Über den Wunsch der Senioren nach einem begünstigten Tarif für Einzelfahrscheine wird in der nächsten Verbandsversammlung diskutiert.

Mehrfachkarten

Warum werden keine 5er / 6er oder 10er Karten mehr angeboten?

Diese Karten wurden zuletzt nur von  wenigen Unternehmen im Landkreisgebiet vertrieben. Im Stadtbusgebiet wurden die Mehrfachkarten schon seit Oktober 2010 abgeschafft. Im Zuge der Tarif-Neugestaltung wurden diese Mehrfachkarten flächendeckend nicht weitergeführt.

Sozialtarif

Wer kann ein Ticket Sozialtarif kaufen?

Den Sozialtarif erhalten Inhaber eines Sozialpasses oder der Ehrenamtskarte. Einen Sozialpass können u.a. auch Asylbewerber und Rentner bekommen, die eine Sozialleistung beziehen (Grundsicherung, Wohngeld oder Lastenzuschuss). Rentner mit einer Rente von nicht mehr als 1000 € brutto können einen Anspruch auf Wohngeld oder Lastenzuschuss haben. Nähere Informationen erteilen die Wohngeldstellen von Stadt und Landkreis Landshut.

Bedeutung der Zonen

Zuschlag Zone 100 (Stadtwerke-Buslinien)

Die Zone 100 ist die größte Zone mit einem sehr umfangreichem Fahrangebot.

Den Zuschlag für die Zone 100 (bei Einzelfahrschein Erwachsener 0,30 €) müssen alle Fahrgäste zahlen, egal, ob Sie den Stadtbus nutzen oder nicht.

Dies ist entspricht dem solidarischem Prinzip eines Gemeinschaftstarifes mit nur einem Ticket für die gesamte Strecke. Es wurde im Vorfeld lange und oft darüber diskutiert und beraten. Andere Lösungen (individueller Zuschlag und Kennzeichnung auf Ticket) würden alles noch komplizierter machen (Dauer Ticketverkauf, Kontrolle) und würden vor allem zu noch höheren Tarifen führen.

Wie kann es sein, dass die teuerste Tageskarte im LAVV rund 40 Euro kostet?

Die Tarifstufen 14 bis 28 sind rein theoretische Verbindungen, für den Fall der Durchfahrt des gesamten Tarifgebietes (beispielsweise von Neufahrn bis Wurmsham). Pro Tarifstufe wurde hier eine weitere Erhöhung von je 1,30 € addiert. Es wird überlegt, ab einer bestimmten Tarifstufe einen Pauschalpreis einzuführen. An einem Vorschlag zur Umsetzung wird gearbeitet.

Wieso gibt es so unfassbar viele Tarifzonen?
Warum hat man sich nicht auf zum Beispiel drei wie in anderen Städten beschränkt?

Die Partner des LAVV sind eigen-wirtschaftlich tätige Verkehrsunternehmen. Damit ein Verbund überhaupt zustande kommen konnte, mussten die Verkehrsunternehmen dem Tarif zustimmen. Dem beauftragten Ingenieurbüro wurde der Auftrag gestellt, einen Zonenplan zu erstellen, der den Status Quo am besten wiedergibt. Jedoch ist es Ziel und Aufgabe des Landshuter Verkehrsverbundes, an einer Verbesserung und Vereinfachung des Tarifzonenplanes zu arbeiten.

Bahn-Kooperationen

Bayernticket
Wieso kann man sich im Bus kein Bayernticket kaufen - ist das dann erst möglich, wenn die Bahn wieder mit einsteigt?

Derzeit kann man das Bayernticket bei der Bahn und in den Bussen der RBO kaufen. Die RBO hat hier einen separaten Vertrag mit der Deutschen Bahn geschlossen. Es besteht bisher die Möglichkeit, das Bayernticket an den Bahnhöfen im Landkreis zu kaufen oder online zu bestellen (Online-Tickets werden anerkannt).

Was sind Bus/Schiene-Karten?

Für die im Tarifblatt aufgeführten Linien hat der Fahrgast die Möglichkeit, eine Bus/Schiene-Karte zu erwerben. Dies kann bei Zeitkarten sinnvoll sein (kein Einzelfahrschein), wenn sowohl mit dem Zug als auch mit dem Bus gefahren wird. Dieser Tarif ist jedoch kein LAVV-Tarif und nur in den Vorverkaufsstellen der Deutschen Bahn erhältlich. Für eine Anschlussfahrt mit dem Stadtbus müsste ein zusätzliches Ticket gelöst werden. Für weitere Informationen zur Bus/Schiene-Karte können Sie sich an die Regionalbus Ostbayern GmbH (RBO), Außenstelle Landshut (Bahnhofsplatz 4, 84032 Landshut, Tel.: 0871/96336-0, E-Mail: Landshut@rbo.de) oder die Deutsche Bahn wenden.

Kooperationsticket

Bisher haben Stadt und Landkreis die Kooperationstickets finanziert. Der Vertrag wurde mit Einführung des Gemeinschaftstarifes ungültig.
Aufgrund der geänderten Rechtslage ist ein neuer Vertrag unter diesen Bedingungen nicht mehr möglich.

Wäre es möglich, ein günstiges Kooperationsticket zu schaffen, bei dem die Bahn nicht beteiligt ist?

Dies ist eine rechtliche Frage; grundsätzlich ist die Bezuschussung von Fahrkarten durch die öffentliche Hand im neuen Personenbeförderungsrecht und im EU-Recht nicht zulässig, da dies eine sogenannte Beihilfe wäre. Bisher haben Stadt und Landkreis die Kooperationstickets finanziert. Mit dem Einstieg der Bahn in den LAVV wäre eine neue Verhandlungsgrundlage gegeben.

Von der Ecke Neufahrn/Ergoldsbach gibt es keinen Bus, weil dort die Bahn ein einstündiges Angebot bietet - jedoch kann man dann nicht günstiger weiterfahren wegen Wegfall des Kooperationstickets. Wieso sind Gäste aus der Ecke Neufahrn/Ergoldsbach so benachteiligt worden?

Das Kooperationsticket wird im gesamten Verbundgebiet nicht mehr angeboten – eine systematische Benachteiligung der Fahrgäste aus Ergoldsbach/ Neufahrn können wir nicht erkennen. Die Deutsche Bahn war von Beginn an in die Gespräche eingebunden, da es stets das Ziel der Initiatoren war, die bestehenden Strukturen des ÖPNV im LAVV bestmöglich zu integrieren. Die Bahn hat sich dann im Zuge der Verhandlungen entschieden, vorerst nicht Mitglied des LAVV zu werden.

Wenn die Bahn seit fünf Jahren in die Gespräche eingebunden war - wieso dauert das so lange? Und wieso verlangt die Bahn jetzt plötzlich nach Fahrgastzahlen; es hat sich ja an den Fahrgästen oder deren Zahlen nichts geändert seit Einführung des LAVV?

Die Bahnvertreter waren seit 2014 Mitglied in der Verbundkommission und bei allen Sitzungen anwesend. In einer Sitzung im Mai 2016 wurde dann von den Vertretern der Bahnen mitgeteilt, dass sie auf eine Verkehrserhebung im Vorfeld sowie nach Inbetriebnahme in regelmäßigen Abständen (von ca. drei Jahren) bestehen werden. Ziel der Zählung ist, das Nutzungsverhalten festzustellen und Defizite sowie Gewinne durch die Kooperation zu berechnen. Außerdem teilten die Bahnen mit, dass eine Zählung in ihren Augen erst nach Einführung des Flughafenexpresses (Üfex) Sinn mache, da es dann ein neues Fahrtenangebot gäbe. Für weitergehende Fragen in diesem Zusammenhang bitten wir Sie, sich mit der Deutschen Bahn in Verbindung zu setzen.

Wieso hat man mit dem LAVV nicht gewartet, bis man sich mit der Bahn geeinigt hatte?

Jetzt war der Zeitpunkt, in dem die privatrechtlichen Verkehrsunternehmen einem Verbund zustimmten. Dies musste genutzt werden, da sich auch die rechtlichen Voraussetzungen für eine Bezuschussung einzelner Fahrten durch EU-Vorgaben geändert haben.

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